Hufprobleme


Strahlfäule
Hufabszess
Hornrisse
Hufbeinseparation/Hufbeinrotation/Hufbeinsenkung
Hufrehe
Zwanghufe
Hufrollenerkrankung



Strahlfäule


Strahlfäule ist eine Entzündung des Strahls durch Pilz und / oder Bakterien, die im Pferdestall, im Auslauf und auf der Weide leben. Obwohl diese Krankheitserreger immer vorhanden sind, so ist ein Pferd besonders empfindlich für eine Infektion, wenn die Hufe nicht regelmässig geputzt werden, das Pferd auf kleinem Raum lebt, und / oder die Ernährung des Pferdes einen Überschuss an Zucker und Stärke (dies ist typisch für die meisten herkömmlichen Kraftfuttersorten) aufweist.

Infizierte Strahle sind oft sensibel und das Pferd zuckt leicht, wenn die Hufe mit einem Hufkratzer geputzt werden. Was als einfache Reizung beginnt, kann, falls sie unbehandelt bleibt, schnell zu Lahmheit führen.

Infektionen des Strahls können leicht vermieden werden, indem man dem Pferd eine natürliche Ernährung bietet (freie Wahl an Gras / Heu), die Hufe regelmässig ausputzt und das Pferd genügend bewegt. Hat sich jedoch die Infektion fest verankert, kann es schwierig werden sie wieder auszumerzen.

Eine tiefgehende Infektion kann den Strahl aufweichen / angreifen, bis sie die inneren Strukturen des Hufes erreicht und Schmerz oder Gangprobleme verursacht und sogar eine permanente Krankheit, wie das Navikularsyndrom (Strahlbeinsyndrom) hervorrufen kann. Das Navikularsyndrom ist die Folge von ständigem Landen / Aufsetzen auf dem Zeh, dies wiederum kommt von Schmerzen in der Ballengegend des Hufes.

Um ihr Pferd auf eine Infektion hin zu prüfen, achten Sie beim Auskratzen der Hufe sehr genau auf die Vertiefungen, die beidseits des Strahls verlaufen. Sollten Sie dabei graues, kreideähnliches Material oder schwarze, schleimige Masse finden, können Sie sicher sein, dass Ihr Pferd an Strahlfäule leidet.

Was ist zu tun:


  • Putzen Sie die Pferdehufe täglich. Auch wenn das Pferd, sobald es den Huf absetzt, wieder im Mist steht, reduziert ein tägliches Putzen und Lüften die Krankheitserreger.

  • Eliminieren Sie süsses Kraftfutter vom Speisezettel (Kraftfutter ist kein Teil der normalen Ernährung eines Pferdes). Versuchen sie auch den Zucker und Stärkeanteil in der Ernährung zu reduzieren, indem sie reifes Mischheu füttern. Pferde, die rund um die Uhr auf der Weide sind, sollten einen Maulkorb tragen sobald das Gras üppig oder gestresst ist. Lassen Sie ihr Heu untersuchen und füttern Sie nur diejenigen Vitamine und Mineralien zu, die im täglichen Heu fehlen.

  • Bieten Sie Ihrem Pferd viel Bewegung. Ein aktives Pferd mit einem starken Stoffwechsel ist viel weniger empfänglich für Krankheitserreger. Inaktive Pferde mit einem angeschlagenen Immunsystem sind oft besonders empfänglich für Strahlfäule.

  • Falls Sie ihr Pferd im Stall halten, beseitigen Sie täglich Mist und nasses Stroh. Mist und Urin bieten den Krankheitserregern für Strahlfäule die besten Voraussetzungen zur Vermehrung.

  • Nehmen Sie eine sterile Gaze und ziehen sie sie durch die mittlere Strahlfurche. (Wie Zahnseide in der Zahnpflege)

  • Sprühen Sie bei jedem Hufputzen die Hufe mit einer 50/50% Lösung von Wasser und Apfelessig. Fügen Sie eventuell einige Tropfen Teebaumöl hinzu.

  • Leidet Ihr Pferd unter starker Strahlfäule, baden Sie täglich die Hufe in einer Lösung von 50 / 50 Wasser und Apfelessig. Fünf Tage lang, je eine Stunde, danach reduzieren sie auf ein Mal pro Woche für 20 Minuten, bis der Strahl wieder fest und ledrig ist.



Hufabszess


Früher oder später wird wahrscheinlich jeder Pferdebesitzer mit dem Thema Abszess konfrontiert. Abszesse können viele Ursachen haben: ein scharfes Objekt, das die Sohle durchstösst, eine Druckstelle von einem Stein, schlechte Durchblutung hat das Absterben von Gewebe verursacht oder sie sind das Resultat einer Krankheit. Um diese Infektion aus dem Huf auszutreiben, umhüllt der Huf den Entzündungsherd mit einer Eitertasche. Wird diese Tasche unter Druck gesetzt, sucht der Inhalt den Weg des geringsten Widerstandes aus dem Huf. Darf sich ein Abszess selbst auflösen, wird er am Kronrand, dem Hufballen oder durch die Sohle auslaufen.

Es ist klar ersichtlich, wenn ihr Pferd einen Abszess hat. Ihr Pferd wird lahmen, auf drei Beinen laufen oder sich hinlegen, weil es nicht stehen möchte. Sie werden eventuell erhöhte Temperatur, Schwellung und einen pochenden Pulsschlag am Fesselgelenk feststellen.

War ihr Pferd lange Zeit beschlagen, ist es nicht ungewöhnlich, dass es einen Abszess entwickelt, wenn die Eisen abgenommen werden. Durch vermehrte Durchblutung in den Hufen beginnt ein Heilungsprozess und beschädigtes Gewebe wird endlich abgestossen.

Was ist zu tun:


Die traditionelle Methode durch die Sohle zu bohren, um den Abszess zu öffnen, kann sofortige Schmerzlinderung bewirken (sofern der Abszess gefunden wird). Dies macht den Huf jedoch auch zugänglich für andere Infektionen. Ausserdem braucht es Monate bis das verlorene / herausgeschnittene Sohlematerial wieder nachgewachsen ist. Während dieser Zeit ist das Pferd empfindlich und bleibt anfällig für weitere Verletzungen.

Obwohl es schwerfällt das Pferd wegen Schmerz lahmen zu sehen, ist es am besten den Abszess sich selber auflösen zu lassen. Es gibt ein paar Dinge, die wir tun können, um das Wohlbefinden des Pferdes zu verbessern und den Reifungsprozess zu beschleunigen. Ein Umschlag mit Epsomsalz (auch Bittersalz genannt) wird den Huf weich machen und helfen den Abszess herauszuziehen. Man sollte vermeiden das Pferd ohne Bewegung im Stall zu halten. Es ist besser das Pferd im Paddock mit anderen Pferdekollegen herumlaufen zu lassen, da so die Zirkulation angeregt und der Heilungsprozess beschleunigt wird. Bei diesem Vorgehen wird sich ein Abszess wahrscheinlich in 3-5 Tagen auflösen.

Wie man einen Umschlag mit Mitteln aus dem Haushalt oder vom nächsten Supermarkt zubereiten kann:

Zutaten: Epsom Salz (MgSO4-7H2O, auch Bittersalz genannt), Windel, Umschlagtuch, Isolierband, einen Assistenten, der das Pferdebein halten kann.

  1. Den Huf hochheben und gründlich putzen

  2. Den Huf mit Epsomsalz eben mit der Hornwand füllen (wie eine Schüssel)

  3. Den gefüllten Huf mit einer Windel abdecken und mit einem Umschlagtuch um die Fessel sichern, bevor der Huf abgesetzt wird.

  4. Die Windel mit Isolierband einbinden, etwa 2-3 cm am oberen Rand freilassen. Für bessere Haltbarkeit einige Streifen Isolierband auch über die eingepackte Sohle kleben.

  5. Den Huf in einen Eimer mit warmem Wasser stellen, damit die Windel sich vollsaugen kann.

Nun darf das Pferd wieder zu seinen Kollegen in den Paddock.

Die Breipackung sollte täglich gewechselt werden. Hat sich der Abszess einmal geöffnet, sollte man drei weitere Tage mit der Behandlung fortfahren, damit sich der Abszess völlig entleeren kann.

Falls der Abszess an den Trachten (an der Ferse??) oder am Kronrand aufbricht, ist eine Verformung der Hufwand möglich. Diese Verformung verschwindet entweder langsam während des Hufwachstums, sie wird abgelaufen oder wird am bodenseitigen Hufrand weggeschnitten. Besteht ein Verlust der Trachte (Ferse??), so wird zusätzliches Sohlematerial diese Lücke füllen. Dieses Material sollte bestehen bleiben, bis die Trachte (Ferse??) sich wieder bilden kann. Kompetente, natürliche Hufpflege in dieser Zeit ist äusserst wichtig.



Hornrisse





Hufbeinseparation


Hufrehe und Founder (Hufhornseparation = HHS)

Der folgende Artikel ist ein Überblick über Auslösefaktoren, Vorbeugung und Behandlung von Hufrehe bei Pferden. Für genauere Informationen oder eine Beurteilung eines spezifischen Falles, kontaktieren Sie mich bitte direkt.

Der Begriff Hufrehe bezieht sich auf einen Befund, wo die weisse Linie, die im Pferdehuf die Hufwand mit dem Hufbein (Laminae) verbindet, geschwächt oder gar zerstört ist. Dies bedingt, dass das Hufbein auf eine tiefere Position in der Hufkapsel sinkt, sich vielleicht in einen spitzen Winkel dreht und so unnatürlichen Druck auf die Sohle ausübt.Dieser Befund kann schwerwiegend sein und plötzlich auftreten, falls das Pferd in die Futterkammer einbricht und sich am Kraftfutter bedient. Der Befund kann sich auch über Monate oder Jahre langsam entwickeln, ohne dass das Pferd Anzeichen von Unbehagen zeigt. Diese chronische Form ist weit verbreitet unter nicht freilebenden Pferden.

Wir bezeichnen diesen Befund als Hufrehe. Früher glaubte man, dass eine Entzündung des Hufbeins der Grund für den Schaden sei. In den letzten Jahren wurde jedoch bewiesen, dass die Entzündung eine Folgeerscheinung eines Schadens am Hufbein ist, der bereits bis zu 48 Stunden. vor der Entzündung oder den Schmerzanzeichen passiert ist. Meiner Meinung nach ist es deshalb inkorrekt diesen Befund als Laminitis zu bezeichnen, es beinhaltet nicht den Grad des Schadens an der Hufbein- / Hufwandverbindung. Im weiteren Verlauf des Artikels werde ich deshalb den Zustand vom separierten Hufhorn mit Hufhornseparation (HHS) bezeichnen. Wenn die Hufbeinverbindung gedehnt oder gerissen ist, ist die Hufwand lose mit dem Hufbein verbunden oder davon getrennt. Wir nennen dies: Das Pferd hat "separiert". Anzeichen dafür sind eine lange, abfallende Hufwand (Aladdins Schuh)tiefe Wachstumsringe, die an der Ferse weiter auseinanderliegen als am Zehenrand, eine flache oder aufwölbende Sohle, horizontale rote Streifen an der Hufwand, Blutspuren in der weissen Linie, eine gedehnte weisse Linie mit schwarzen Furchen (angeschlagener Zeh).

Viele Fälle sind darauf zurückzuführen, dass das Pferd mehr Zucker und / oder Stärke frisst als es im Dünndarm verdauen kann. Ist der Zucker durch das Blinddarm hindurch , kann er nicht mehr aufgenommen werden, sondern muss in Milchsäure umgewandelt werden. Dies bedingt, dass der Dickdarm, der einen basischen pH-Wert aufweisen sollte, sauer wird und so die guten Faser fermentierenden Bakterien abtötet. Dies löst eine Störung und die Durchlässigkeit der Darmwand aus und lässt nun Giftstoffe ins Blut austreten. Diese Form von innerer Vergiftung betrifft Bindegewebe im ganzen Körper, jedoch am besten feststellbar im Huf. Auch bekannt unter dem Begriff "Enzym aktivierte Hufrehe", kann der Befund plötzlich auftreten, bedingt durch das Fressen einer grossen Menge von Kraftfutter, oder er kann langsam auftreten als Folge von Fressen grosser Mengen von Frühlings/ - oder Herbstgrass plus den Zusatz von Kraftfutter oder Zuckerbelohnungen (Rübli, Apfel etc)

HHS wird auch durch hohe Insulinwerte im Blut verursacht. (Endocrinopathic Laminitis). In den letzten Jahren wurde gezeigt, dass hohe Insulinwerte in den Hufgefässen eine Enzymreaktion bewirken und das Hufbein dadurch bei relativ mildem Druck seine Verankerung verliert. Bei Pferden mit Cushing-Syndrom oder Equine Metabolic Syndrome (Insulinresistenz) besteht ein hohes Risiko für chronische HHS. Harte, knotenartige Fettablagerungen dem Mähnenkamm entlang, an den Oberschenkeln (Hinterbacke), dem Schweifansatz und hinter den Schultern etc. sind Zeichen, dass ein Pferd von einer Stoffwechselstörung betroffen ist.

Weitere Auslöser: Medikamente für Wurmkuren, Impfungen, entzündungshemmende Scherzmittel, Stress, Kolik, Allergien, lange Intervalle zwischen Mahlzeiten, langweiliger Alltag (inaktiver Alltag??), nicht abgestossene Placenta (Stuten).

Ungeachtet der Ursache, HHS ist ein relativer Befund. Im akuten Stadium kann es sich mit ausserordentlichem Schmerz zeigen. Im chronischen Stadium jedoch kann es nur zeitweise Empfindlichkeit oder gar keinen Schmerz zeigen - nur erschwerte Bewegung von langem Zeh herrührend. Nichtsdestotrotz ist es eine schwerwiegende Angelegenheit und ein Eingreifen ist nötig.

Ist das Hufbein erst einmal gedehnt oder losgelöst, kann es nicht mehr repariert oder geheilt werden. Der Huf muss so geschnitten werden, dass die losgelöste Hufwand vom Druck entlastet wird und der Huf neu und gut verbunden, vom Kronrand (am Haaransatz) zum Boden wachsen kann. In vielen Fällen kann ein kompetentes Hufschneideprogramm helfen, dass sich der Fuss langsam erholen kann. Dies ist nur über einen Zeitraum von 9-12 Monaten möglich, nötige Veränderungen im Alltag (Futtergabe, Bewegung, Umgebung) müssen erst stattgefunden haben.

Wie kann ich wissen, ob mein Pferd Hufhornseparation hat?
Tun Sie folgendes bevor Ihr Pferd neu beschlagen oder barhuf behandelt wird:
Schauen Sie sich den Huf am Boden auf gleicher Höhe von der Seite an. Legen Sie einen Massstab (ca 9 cm) der Hufwand entlang vom Kronrand zum Zeh an und schauen Sie sich den Wachstumswinkel an. Ist die Hufwand gerade oder fällt sie allmählich nach unten ab? Ist die Hufwand vom Kronrand zum Zeh gerade, hat das Pferd keine HHS. Ist die Hufwand gerade bis auf die letzten 1-2cm, ist die Hufwand wahrscheinlich zu lang gewachsen und der Huf versucht das überschüssige Material selbst abzutragen. Dies wird oft als "Strassen-HHS" bezeichnet. Neigt sich die Hufwand wie eine Rampe, so hat das Pferd HHS.

Weitere Anzeichen: Tiefe Wachstumsringe, die an der Ferse weiter auseinanderliegen als am Zeh, flache oder gewölbte Sohle, horizontale rote Streifen in der Hufwand, Blutspuren in der weissen Linie, gedehnte weisse Linie mit schwarzen Furchen.

Was ist zu tun:


Vorbeugung:
Die beste Vorsorge gegen HHS ist, es nie so weit kommen zu lassen. Reduzieren / eliminieren Sie Futterzusätze, verschliessen Sie den Kraftfutterkanister, vermeiden Sie es Ihrem Pferd Süssigkeiten oder Belohnungen auf Getreidebasis (Rübli, Apfel, Brot) zu geben. Grasen Sie ihr Pferd im Frühling langsam an. Entwurmen und impfen Sie ihr Pferd nur falls nötig. (Verteilen Sie die Impfungen über einen längeren Zeitraum). Behandeln Sie Magenschwüre und vermeiden Sie Kolikauslöser. Denken Sie daran, was immer dem Darm schadet, schadet auch den Hufen.

Notfall (Übermass an Kraftfutter): Obwohl viel Schaden am Hufbein in den ersten 48 Std nach einem Überfressen an Kraftfutter auftritt, ist es dennoch gut diesen Auslöser zu kennen, um sofort reagieren zu können. Wenn Sie wissen, dass sich Ihr Pferd am Kraftfutter selbst bedient hat, können Sie Massnahmen ergreifen, um zirkulierende Giftstoffe zu reduzieren und somit den Schaden am Hufbein vermeiden, oder mindestens reduzieren.

Cryotherapie ist die einzige bekannte Methode, um HHS im Anfangsstadium zu vermeiden. Benutzen Sie Umschlagsstiefel, die bis zum Knie reichen. Legen Sie an allen vier Beinen einen 50/50 Umschlag aus Eis und Wasser für 48-72 Std an. Dies kann ohne Nebenwirkungen gemacht werden. So wird die Zirkulation zu den Beinen lang genug reduziert, um die richtigen Massnahmen zur Darmbehandlung vorzunehmen.

Vermeiden Sie jegliches weitere Kraftfutter, Süssigkeiten und Belohnungen aus Stärke. Weichen Sie das Heu bis zu 1 Std in kaltem Wasser ein und füttern Sie das Heu aus Heunetzen, 24 Std am Tag, 7 Tage der Woche. Rufen Sie den Tierarzt an und fragen nach einem Schmerzmittel, das den Darmtrakt nicht irritiert. (Better-Than-Bute), is this a name of a medication??) Behandeln Sie den Schmerz nur bei Bedarf. Etwas Schmerz kann auch hilfreich sein, damit sich das Pferd nicht zu stark bewegt.

Kontaktieren Sie Ihren Huf-Fachmann, damit er ein Behandlungsprogramm starten kann, um den Schmerz zu reduzieren und Bewegung zu ermöglichen.

Wenn Sie die Umschlagsstiefel abgenommen haben, lassen Sie Ihr Pferd mit einem Kollegen in einen trockenen Auslauf (oder auf Weide, dann sollte das Pferd jedoch einen Maulkorb tragen). Die Bewegung und die Gesellschaft eines anderen Pferdes werden helfen die Genesung voranzutreiben. Stallruhe ist nachteilig.

Chronische Hufhornseparation (HHS):
Der Schlüssel, um den Zyklus der chronischen HHS zu brechen, ist die Ursache zu eliminieren. Eventuell ist das Pferd den Auslösern gegenüber bereits übersensibilisiert, sodass die Veränderungen wahrscheinlich ein Leben lang beibehalten werden müssen. Bieten Sie Ihrem Pferd rund um die Uhr Heu (aus Heunetzen) an. Ersetzen Sie Körnerfutter durch gepresstes Gras oder Rote Beeteschnitzel. Falls ein höherer Bedarf an Energie besteht, so sind Öle (Leinsamenöl) eine stabilere Energiequelle als Kraftfutter. Für Pferde-Zeitvertreib benutzen Sie einen trockenen Auslauf, auf der Weide sollte das Pferd einen Maulkorb tragen. Arbeiten Sie Ihr Pferd öfters und bieten Sie ihm so viel freie Bewegung wie möglich, ohne Unbehagen zu schaffen. Reiten Sie nicht, wenn das Pferd lahmt, aber arbeiten Sie mit ihm innerhalb seiner Möglichkeiten. Machen Sie sich Gedanken wie das Pferd zu mehr Bewegung ermuntert werden kann, auch wenn Sie nicht anwesend sind. Schaffen Sie für das Pferd eine stressfreie Umgebung mit anderen Pferden. Pferde sind leicht gestresst, sobald sie von den anderen Pferden getrennt werden, auch wenn sie dies nicht zeigen. Dies sind nur einige Beispiele. Kontaktieren Sie Ihren Hufspezialisten für weitere Tipps und Ideen.

Sind dies Aenderungen im Tagesablauf erst eingeführt, wird eine häufigere Rehabilitationsbehandlung in Kombination mit viel Bewegung im Hufschuhen helfen, damit wieder ein gesunder Huf nachwachsen kann.

Für die Pflege eines Pferdes mit Hufhornseparation braucht es die Zusammenarbeit von Tierarzt, Hufspezialist und Pferdebesitzer. Die aktive Zusammenarbeit aller Parteien ist nötig, um ein umfassendes Behandlungsprogramm aufzustellen.

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